Umweltproduktdeklarationen liegen oft schwer zugänglich im PDF vor. Indem Kennwerte strukturiert in Materialpässe fließen, werden CO2-Profile, Recyclinganteile und End-of-Life-Szenarien vergleichbar. Visualisierungen im Dashboard übersetzen Zahlen in Entscheidungen, während Versionierung sicherstellt, dass Aktualisierungen dokumentiert bleiben. Ergebnis sind fundierte Materialwahlen, schnellere Freigaben und eine gemeinsame Datengrundlage, die Ausschreibung, Einkauf und Planung zusammenführt und für spätere Re-Use-Planungen verlässlich wiedergefunden wird.
Das Gebäudemodell wird zum Atlas der Innenausbau-Komponenten, wenn jede Position eine eindeutige Kennung und einen Link zum Materialpass erhält. Diese Verknüpfung ermöglicht Mengenabgleiche, Re-Use-Potenziale und Demontagereihenfolgen direkt im Modell. Vor-Ort-QR-Codes referenzieren dieselben IDs, sodass Baustelle und Betrieb mit der Planung synchron bleiben. Dadurch verschwindet das Datenchaos, und aus Dokumentation wird ein navigierbares, lebendiges Inventar, das Umbauten vorausdenkt und Materialkreisläufe praktisch handhabbar macht.
Ein digitaler Zwilling, der Reinigung, Reparaturen und Umzüge mitschreibt, verfeinert Prognosen über Restlebensdauer und Wert. Inventare mit Such- und Filterfunktionen zeigen, welche Bauteile wann frei werden und für welche Projekte sie passen. Offen gestaltete Schnittstellen verbinden Herstellerdaten, interne Asset-Systeme und externe Marktplätze. So wächst ein Ökosystem, in dem Bauteile nie anonym werden, sondern ihre Geschichte behalten und dadurch attraktive Zweit- und Drittkarrieren finden, bevor sie recycelt werden.